Affektive Narrative des Rechtspopulismus 15.06 & 02.07

04.03.2021

rzählen ist ein zentrales Moment der Politik. Über Erzählungen werden Erinnerungen aufgerufen, politische Erfahrungen verarbeitet sowie Verhältnisse (re)imaginiert und legitimiert. Erzählen ist dabei immer auch affektiv: Narrative wirken affizierend, in ihnen werden Gefühle sortiert, emotionale Reaktionen intelligibel gemacht und Affekte evoziert. Ebenso schreiben sich Vergangenheit und Zukunft in politische Narrative affektiv ein. Das Zusammenspiel des Politischen, Affektiven und Narrativen zeigt sich auch im gegenwärtigen Erstarken des Rechtspopulismus: wenn etwa Björn Höcke jubelnde Mengen mit einer Erzählung von wiedererwachender Männlichkeit und nationaler Wehrhaftigkeit affiziert oder Donald Trump eine Geschichte des ehemaligen amerikanischen Präsidenten und Sklavenhalters Andrew Jackson als großherzigen, im Angesicht des Bürgerkrieges wütend werdenden Friedensstifters erzählt. Gemeinsam mit inter/nationalen Expert*innen, die zu Affekt, Narrativen, Rechtspopulismus, Geschlechterverhältnissen, Rassismus und Nationalismus arbeiten, werden wir diese Querverbindungen in konzeptueller und zeitdiagnostischer Perspektive beleuchten.

DIENSTAG, 15. JUNI 2021, 18:00-20:00 UHR
E R Ö F F N U N G S V O R T R A G
Prof. Dr. Birgit Sauer (Universität Wien)


FREITAG, 2. JULI 2021, 14:00 UHR
BIS SAMSTAG, 3. JULI 2021, 12:30 UHR
S Y M P O S I U M
Dr. Brigitte Bargetz (CAU)
Prof. Dr. Wolfgang Bergem (PH Karlsruhe/Universität Siegen)
Prof. Dr. Paula Diehl (CAU)
PD Dr. Gabriele Dietze (HU Berlin)
Nina Elena Eggers (CAU)
Dr. Julia Leser (Universität Leipzig/CARMAH Berlin)

Affektive Narrative des Rechtspopulismus Flyer