Arbeitsbereich Politische Theorie, Ideengeschichte und Politische Kultur

Die Professur für Politische Theorie, Ideengeschichte und Politische Kultur zeichnet sich durch die Verbindung dieser drei Subdisziplinen der Politikwissenschaft in einem integrativen Ansatz aus. Politische Theorie entsteht immer in einem historischen und kulturellen Raum. Die Kategorien, Modelle und Erklärungsmuster, die sie hervorbringt, spiegeln die Dynamik zwischen Tradition und Innovation wider. Sie werden vom politischen Imaginären ihres sozio-historischen Kontextes geprägt, prägen aber zugleich das politische Imaginäre. Die Forschung und Lehre der Professur für Politische Theorie, Ideengeschichte und politische Kultur berücksichtigen diese Dynamiken und setzen sie in ein Verhältnis zu Theorie, Geschichte und Kultur. 

1) Die Politische Theorie hat die Aufgabe, Begriffe, Konzepte, Erklärungsansätze und Modelle herauszuarbeiten und liefert damit die Instrumente zum Verständnis des Politischen. Dafür sind die Analyse und Kritik von Macht, Herrschaftsverhältnissen, politischen Institutionen, Praktiken und Imagination grundlegend. 2) Die politische Ideengeschichte widmet sich den Transformationen der politischen Begriffe und des politischen Denkens. Sie untersucht die Veränderung des politischen Imaginären und setzt sich mit geschichtlichen Bedingungen, Situationen und Ereignissen, die das politische Denken beeinflussen und formen, auseinander. 3) Die politische Kulturforschung widmet sich Feldern, die nicht unmittelbar zur Politik gehören, jedoch politische Normen, Vorstellungen und Orientierungslinien einer Kollektivität prägen. Dazu zählen Kommunikationspraktiken, Rituale, Symbole, Medien, Popkultur sowie politische Sozialisierung und Strukturen politischer Institutionen, usw.

Der integrative Ansatz von Politische Theorie, Ideengeschichte und politischer Kulturforschung lässt sich von benachbarten Disziplinen aus den Geistes- und Kulturwissenschaften inspirieren. Aktuelle Phänomene wie der Fall von Donald Trump zeigen, wie stark Politik mit Kultur, Unterhaltung und Medien verflochten ist. Bereits die „Founding Fathers“ der US-amerikanischen Demokratie und die französischen Revolutionäre wussten genau, dass die Nutzung von Symbolen, Bildern und Printmedien entscheidend für die Entstehung einer neuen politischen Ordnung war. Die Untersuchung dieser Gegenstände ermöglicht die Erweiterung des politiktheoretischen Verständnisses auf die politische Kultur. 

Durch diese Herangehensweise werden die Studierenden dazu befähigt und ermutigt, politische Praxen, Prozesse, Normen und Institutionen theoretisch zu fassen, kritisch zu reflektieren und durch empirische Beobachtung (induktiv) die Theorie selbst zu hinterfragen. Das primäre Ziel der politiktheoretischen Lehre ist die Vermittlung eines Instrumentariums an Theorien, Modellen und Begriffen, um das kritische Reflexions- und Analysevermögen der Studierenden zu schärfen. Dazu werden die Studierenden mit den historischen und kulturellen Kontexten der behandelten Werke vertraut gemacht und lernen unterschiedliche Methoden für deren Analyse kennen. 

Politik ist kein autarkes System. Vielmehr ist sie stets in sozio-kulturelle Prozesse und Dynamiken eingebunden, die es theoretisch zu fassen und zu verstehen gilt. Dieses politiktheoretische Verständnis spiegelt sich in den Forschungsschwerpunkten der Professur wider. Vier Forschungsschwerpunkte stehen aktuell im Zentrum des Arbeitsbereichs.

 

 

I N F O R M A T I O N E N

 

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Paula Diehl

 

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