Internationale Beziehungen im Wandel

Zwei fundamentale Transformationen in den internationalen Beziehungen stehen im Zentrum unserer Forschung und Lehre: 

1. der Wandel von „Government“ zu „Global Governance“, also von einer überwiegend zwischenstaatlichen Ordnung zu einem System, in dem Staaten, internationale Organisationen und private Akteure bei der Lösung von Problemen kooperieren 

2. die Erweiterung des Sicherheitsbegriffs von einem auf Staaten und militärische Konflikte konzentrierten Konzept zu einem breiten „menschlichen“ Sicherheitsverständnis, das auch soziale, ökonomische und Umweltfragen einbezieht.


 

Unsere Ziele

Bei der Analyse der internationalen Beziehungen und der Global Governance sehen wir uns einem theoretischen und disziplinären Pluralismus verpflichtet, der sowohl traditionelle als auch kritische postmoderne Ansätze beachtet. Dieser Pluralismus trägt zu einer vielschichtigen Betrachtung globaler Probleme bei, die orthodoxe Sichtweisen auf nationale Interessen, Identitäten und Machtpolitik aufbricht und neues Verstehen generiert, indem sie diese Konzepte hinterfragt. 
 

Ein weiteres Ziel des Lehrstuhls „Internationale Beziehungen“ ist es, theoretische und empirische Erkenntnisse mit praktischer Politikberatung zu verbinden. Wichtige Anliegen sind die Analyse und Kritik politischer Entscheidungen und politischen Handelnssowie die Entwicklung innovativer Lösungsansätze für globale Probleme wie Sicherheit, Umweltschutz, internationales Recht und Gerechtigkeit. Dabei wird explizit anerkannt, dass politikwissenschaftliche Forschung und Lehre nie werteneutral sein können oder sein sollten.

 

Unsere Fragestellungen

  • Wie funktioniert Global Governance? 
     
  • Wie wichtig sind internationale Organisationen? 
     
  • Welche Rolle spielen private Akteure in den internationalen Beziehungen? 
     
  • Was sind die Ursachen von Konflikten und wie können sie bekämpft werden?
     
  • Wie können wir den Wandel internationaler Normen erklären?