Workshop

Soziale Normen spielen eine wichtige Rolle bei der Verhinderung Gewalt sowie der Eingrenzung von Krieg und bewaffneten Konflikten. Dennoch fehlt ein genuin interdisziplinärer Austausch zu der Frage, was die Friedensforschung von der Analyse gesellschaftlicher und internationaler Normen in diversen Disziplinen lernen kann.

Mit einem interdisziplinären Forschungsprogramm zum Frieden als soziale Norm ist es das Ziel unseres Workshops, neue Fragen zu formulieren, sich über Konzeptionen und Theorien auszutauschen und neue empirische Einsichten zu gewinnen.

Insbesondere strebt unser Workshop nach einem interdisziplinären Austausch zwischen Forscher*innen aus der Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie, Kriminologie, Psychologie, Religionswissenschaft und Medienwissenschaft zu drei Leitfragen:

1. Wie stellt sich eine „positive“ Definition von Frieden als soziale Norm aus der Sicht der beteiligten Disziplinen dar?

2. Welche Faktoren tragen nach dem Stand der Forschung in den verschiedenen Disziplinen zur Stärkung bzw. Schwächung von sozialen Normen, im Allgemeinen, und der Norm der Gewaltfreiheit, im Besonderen, bei.

3. Wie können diese Faktoren qualitativ und quantitativ analysiert werden?

Papiere sind zu fünf Panelthemen erbeten: 1) Konzepte und Debatten zur Definition des positiven Friedens; 2) Frieden als soziale Norm der Gewaltfreiheit, 3) Theoretische Perspektiven zur Normevolution; 4) Empirische Forschung zu Normen und Frieden; 5) Methoden und Probleme der Normanalyse.

Der Workshop wird über zwei halbe Tage vom 10.-11. Oktober 2019 in Frankfurt/Main stattfinden. Die Kosten der Teilnahme werden durch den Workshop übernommen.