Constitutional Migration and Religious Freedom

10.06.2015

Teilnehmer Constitutional Migration and Religious Freedom

Vom 3.6.-6.6.2015 hat Prof. Tine Stein gemeinsam mit Prof. Mirjam Künkler (Princeton University) und Dr. Shylashri Shankar (Centre for Policy Research, New Dehli) eine internationale Konferenz zum Thema Constitutionalism, Religious Freedom and Human Rights: Constitutional Migration and Transjudicialism beyond the North Atlantic“ ausgerichtet. Die Konferenz wurde im Rahmen der Symposienwochen von der VW-Stiftung finanziert und fand in Schloß Herrenhausen in Hannover statt.

Auf der internationalen Konferenz zum Thema “Constitutionalism, Religious Freedom and Human Rights: Constitutional Migration and Transjudicialism beyond the North Atlantic“ (3.-6.6.2015) in Schloss Herrenhausen, Hannover fanden sich im Rahmen der Symposienwochen der VW-Stiftung auf Einladung von Prof. Tine Stein, Prof. Mirjam Künkler (Princeton University) und Dr. Shylashri Shankar (Centre for Policy Research, New Dehli) über 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 15 Ländern zusammen, die über die „Wanderung“ religionsrechtlicher Konzepte in Verfassungen und in der Verfassungsrechtsprechung diskutierten. Die Thematik erstreckte sich von der Frage, unter welchen Bedingungen Religionsfreiheit wie auch rechtliche Regelungen zum Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften von einem politischen System in ein anderes migriert, über die Frage, welche Rolle dabei die „agents of migration“ spielen, ob bestimmte Modelle des Verhältnisses von Religionsgemeinschaften und Staat leichter migrieren als andere, bis hin zu der Frage, warum Verfassungsgerichte in ihrer Rechtsprechung die Rechtsprechung anderer Gerichte berücksichtigen. Besonderes Augenmerk wurde unter anderem den jüngsten verfassunggebenden Prozessen in mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern geschenkt, in denen es zu neuen Verhältnisbestimmungen zwischen dem Bezug auf islamisches Recht und staatliches Recht gekommen ist. Auch methodologische Aspekte wurden intensiv diskutiert, insbesondere welche heuristische Rolle der Ansatz der Begriffsgeschichte in der Untersuchung „wandernder“ Konzepte spielen kann.

Auf der Konferenz waren auch einige Akteure des untersuchten Phänomens anwesend, darunter als „agent of migration“ Dr. Yash Ghai (Kenia), der über zwanzig verfassunggebende Prozesse in Afrika und Asien als Experte begleitet hat, Prof. Dr. Ulrich K. Preuß, der Verfassungsexperte am Runden Tisch der DDR gewesen ist, und als Richterin mit besonderer Expertise in religionsrechtlichen Fragen Prof. Dr. Ute Sacksofsky, Landesverfassungsrichterin im bremischen Staatsgerichtshof und am hessischen Landesverfassungsgericht.

Weitere Informationen bei stein@politik.uni-kiel.de.